Milites foederati

Name: Mandua Icena
Herkunft: Britannia, nördlich von Camulodunum
Rang: Foederata militaris
Einheit: Centuria exploratorum Icenorum
Curriculum vitae: [Anzeigen] [Ausblenden]
Von Mandua ist wenig bekannt. Sie stammt laut ihrer Erzählung aus einer kleinen Siedlung nördlich von Camolodunum. Ihr Vater brachte ihr früh den Umgang mit Waffen bei, während ihre Mutter sie die Geheimnisse des Druidentums lehrte. Als ihr Bruder nach einem fehlgeschlagenen Geschäft mit zwielichtigen Händlern nach Gallien verschleppt wurde, nahm sie mit einer Handvoll Krieger die Verfolgung auf.
In Aquitania fanden sie schließlich die Entführer. Sie gestanden unter Folter, dass sie Manduas Bruder als Sklaven an den Legatus legionis der Legio XVII verkauft hatten. Unerschrocken marschierte sie zum Standlager der Legion, forderte den Legaten zu sprechen und drohte ihm, ihn zu verfluchen, wenn er ihren Bruder nicht umgehend frei ließe. Der Legat, durchaus abergläubisch, war beeindruckt vom selbstbewussten Auftreten der jungen Keltin, und so schlug er ihr vor, ihre Krieger als Kundschafter gegen Zahlung eines Soldes in den Dienst der Legion zu stellen, da er gehört hatte, dass sich die Britannier gut dafür eignen würden. Sie hingegen sollte ihm als Druidin und Weissagerin dienen. Im Gegenzug würde er ihrem Bruder die Freiheit schenken. Mandua willigte nach Beratung mit ihren Begleitern schließlich ein und so konnte ihr Bruder als freier Mann nach Britannia zurückkehren.
Als die Legio XVII zwei Jahre später an den Rhein verlegt wurde, gingen Mandua und ihre Handvoll Krieger mit. Offiziell fungierte sie nach wie vor als Weissagerin und Heilerin des Legaten, doch begleitete sie manches Mal ihre Krieger auf ihren Kundschaftermissionen. Von den Legionären wurde sie weitgehend gemieden, da sie sich vor ihr fürchteten. Nachdem sie jedoch während der Germanienfeldzüge des Drusus mehrfach bewiesen hatte, dass sie mit Schwert, Axt und Speer gut umgehen konnte, verdiente sie sich immerhin ihren Respekt. Obwohl sie trotz ihrer Wildheit ein anziehendes Äußeres hatte, versuchte der Legat nie, sich ihr in ungebührlicher Weise zu nähern und wahrte immer eine kühle Distanz. Zu sehr fürchtete er die Rache der fremden Götter und das Gerede seiner Männer.
So blieben Mandua und ihre Krieger innerhalb der Legion weitgehend isoliert, bis sie sich mit einem jungen Optio und einigen seiner Legionäre von der Cohors III anfreundeten, nachdem sie diese während einer Strafexpedition gegen ein germanisches Dorf aus einem Hinterhalt feindlicher Kämpfer gerettet hatten.